In einigen Regionen der Welt war die Wirtschaft in den vergangenen Jahren wie im Märchen gelaufen. Aber zu sehr wurde ein weltweites Wachstum auf Schulden gekauft. So lange die Gewinne höher waren als die Zinsen, erhöhte sich die Rendite des Eigenkapitals.
Billige Finanzierungen motivierten dazu, Bilanzen aufzublähen, Preise von Anlagegütern, Immobilien in die Höhe zu treiben. Daraus ergab sich eine Art von Pyramidenspiel, bei dem die Zinsen für alte Schulden einfach mit neuen Schulden bezahlt wurden. Mitte 2007 setzt dann die Trendwende ein: Es folgte eine weltweite Rückführung von Schulden bei gleichzeitigem Abverkauf der damit finanzierten Anlagegüter.
Spekulanten haben das reale Geld anderer in (Wertpapiere) Papierwerte getauscht. Das ging so lange gut, als es Menschen gab, die bereit waren für diese Papierwerte immer mehr Geld zu zahlen. Einleuchtend, dass das nicht ungebremst weitergehen konnte. Es genügte ein Funke und das System musste kippen. Dann fielen die Papierwerte und die Schuldner konnten das geliehene Geld nicht mehr zurückgeben. Die Geldgeber verloren ihr Vertrauen in das System und verliehen ihr Geld nicht mehr. Daher gibt es kaum Investitionen und somit kein Wachstum und kein Mehr an Wohlstand. Und daher funktioniert das auf Wachstum ausgerichtete System nicht mehr. Das beeinträchtigt die Leistungsbereitschaft der Menschen, deren Mut und deren Vertrauen in die Zukunft. Die Wertschöpfung - und somit der Wohlstand – sinkt und die Arbeitslosigkeit steigt. Und die Spirale dreht sich nach unten.
In der Natur ist die Maximierung von Wachstum das Krebsgeschwür. Die Trümmerhaufen unserer Finanz- und Wirtschaftspolitik sind die ohne Fundament gebauten Traumschlösser. Statt einem stabilen Fundament waren es risikoreiche Spekulationen. Und die Ursache hinter der Spekulationsbereitschaft ist die Gier. Die maßlose Gier oder die
Übermaßunmäßigkeit.
Quelle: Diagnose Übermaßunmäßigkeit. Die Gier der Lemminge.
Durch diese Krise kann eine neue Dynamik entstehen, mit mutigen Verbesserungen und Innovationen. Auf den Bankrott der Spekulanten könnte die Renaissance des Hausverstands folgen: Die werteorientierte Marktwirtschaft.
Link: www.h-eureka.com
von: Cellar
[18.01.2010 11:26:00]